Königliche Familie

Porträt von König Philippe

Prinz Phillipe

 

Jugend und Ausbildung

Nach der Schulausbildung in niederländischer und französischer Sprache auf zwei belgischen öffentlichen Schulen, besucht der junge Prinz, Jahrgang 1960, die zweisprachige Königliche Militärakademie Belgiens, die den Rang einer Universität hat. Schon in jungem Alter begeisterte er sich für Flugzeuge und Raumfahrt, und daher tritt er bei der Luftwaffe ein, wo er seinen Jagdpilotenschein erhält. Er beendet seine Militärzeit mit der Ausbildung im Regiment der para-commando.

Seine akademische Ausbildung führt ihn ins Ausland. Nach einem Trimester in Oxford (England) folgt ein Studium an der Graduate School der Universität Stanford (USA), welches er als „Master of Arts" in Politikwissenschaften abschließt.

Nach der Rückkehr aus den USA im Jahre 1985 befasst er sich intensiv mit der Politik, der Wirtschaft, den sozialem Gegebenheiten und der Kultur seiner Heimat. In acht Jahren, dank vieler Kontakte mit Land und Leuten und vieler Begegnungen, Besuche, Konferenzen und Missionen, prägen sich ihm alle Aspekte des Funktionierens seines Landes ein.

Gleichzeitig vertieft Philipp seine persönlichen Interessen. Er ist bewandert in Geschichte, Literatur und Philosophie. Auf seinen Studienreisen begegnet er Persönlichkeiten aus aller Welt, die sich in Führungspositionen oder als einfache Bürger engagieren. Als überzeugter Europäer verfolgt er aus der Nähe die Konstruktion Europas.

Der Prinz macht vor Ort zahlreiche Erfahrungen im Humanitären Bereich.

Der Tod von König Balduin im Jahre 1993 ist ein wichtiger Wendepunkt im Leben des Prinzen, der damals 33 Jahre alt war. Er wird mutmaßlicher Erbe nach der Thronbesteigung seines Vaters Albert II.

 

Thronfolger

Seine öffentliche Rolle festigt sich. Sie erstreckt sich auf Gebiete der großen Herausforderungen seiner Zeit: internationale Missionen im Dienste der belgischen Wirtschaft und zur Förderung des belgischen Erscheinungsbildes im Ausland, die nachhaltige Entwicklung, der Dialog zwischen den belgischen Gemeinschaften, die Unterstützung der Schwachen und die Förderung von Talenten. Er steht in regelmäßigem Dialog mit den politisch Verantwortlichen, empfängt sie zu Audienzen oder arbeitet mit ihnen im Rahmen von Missionen und spezifischer Aktionen eng zusammen.

Im Auftrag des Königs Albert II. übernimmt Prinz Philipp die Ehrenpräsidentschaft der Außenhandelsagentur. In dieser Funktion leitet er während der letzten 20 Jahre nicht weniger als 85 Wirtschaftsmissionen im Ausland. Ihre positiven Auswirkungen finden heute weite Anerkennung. Der Prinz versteht es, Brücken zu schlagen zwischen belgischen und ausländischen Firmen, aber auch zwischen den belgischen Firmen selbst.

Der Prinz setzt sich insbesondere für die nachhaltige Entwicklung ein. Seit 1993 steht er dem Föderalen Rat für Nachhaltige Entwicklung vor. Dieser Rat erfasst Komponenten aus Wirtschaft, Sozialem, Umwelt und Wissenschaft des Landes und hat den Auftrag, der Regierung Empfehlungen auszusprechen. Aus dem gleichen Beweggrund hat er den Ehrenvorsitz der Internationalen Polarstiftung übernommen.

Er tritt aktiv für den Dialog zwischen den drei Sprachgemeinschaften Belgiens ein: der französischen, niederländischen und deutschen Sprachgemeinschaft. Durch die Schaffung (1998) des Prinz-Philipp-Fonds fördert er den Dialog zwischen Bürgergruppen der verschiedenen Gemeinschaften mit dem Ziel einer größeren gegenseitigen Anerkennung unter gleichzeitigem Respekt der Eigenart und der Kultur einer jeden.

Im Bewusstsein der vielen Formen der Ausgrenzung, sucht Prinz Philipp Gelegenheiten, Menschen zu treffen, die deren Opfer geworden sind. Vor Ort ermisst er das Ausmaß menschlichen Leidens, sei es auf Grund von Krankheit, sozialer Ausgrenzung, Unfällen oder Naturkatastrophen.

Nicht zuletzt begleitet der Prinz die zahlreichen Talente, die Belgien zählt. Sportler, Künstler, Wissenschaftler, Forscher, junge Talente, sie alle verfolgt er mit viel Interesse.

 

Familienleben

Im Jahre 1999 stellte Prinz Philipp den Belgiern seine künftige Frau vor. Sie sind komplementär in der Ausübung offizieller Aktivitäten, getragen durch ein gemeinsames Engagement auf den jeweiligen Gebieten ihres Interesses.

Prinz Philipp und Prinzessin Mathilde leben ihr Familienleben im Einklang mit ihren protokollarischen und offiziellen Verpflichtungen. Sie kümmern sich persönlich um die Erziehung ihrer vier Kinder: Elisabeth, Gabriel, Emmanuel und Eléonore, welche mehrere Sprachen erlernen und auf eine Schule in niederländischer Sprache gehen.

Ihre Ferien sind der Familie und Freunden gewidmet. In ihrer Freizeit liest das Prinzenpaar viel und macht Sport. Der Prinz joggt regelmäßig und nahm im Mai 2013 am 20 km Lauf in Brüssel teil.

 

Familienleben